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40 kWp Photovoltaikanlage Kirnitzschtalbahn
| Photovoltaik Pilotprojekt 1994
Mitten im Nationalpark Sächsische Schweiz gelegen, fährt seit April 1994 zum ersten Mal in Deutschland eine Straßenbahn mit Unterstützung von Solarenergie.
Für den Betreiber der Photovoltaikanlage, die Oberelbische Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz mbH, entstand mit 40 kWp PV-Leistung die damals größte PV-Anlage der neuen Bundesländer.
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Das auf dem Dach der Wagenhalle montierte PV Solarstromsystem leistet bei voller Sonneneinstrahlung und optimaler Lufttemperatur ca. 35.000 Watt (AC-seitig). Diese Leistung erzeugen 756 SIEMENS-Solarmodule (je 53 Wp) auf einer Gesamtfläche von 325m² in Verbindung mit zwei SMA 20-kVA-Wechselrichterkaskaden.
Die Photovoltaikanlage arbeitet im Netzparallelbetrieb. Die Generatorfläche ist 37° geneigt und fast genau nach Süden ausgerichtet. Aufgeständert ist die Fläche auf einem durch BROCKMANN SOLAR speziell konstruierten und gefertigten Leichtmetallgestell (Foto). Die Anlage erzeugt seither pro Jahr ca. 30.000 kWh solar erzeugten Strom. Durch eine zusätzlich aufgebrachte 400V-Wicklung auf dem 1-MW-Bahntrafo konnte das Depot und die Buswerkstatt ebenfalls direkt mit überschüssiger Solarenergie versorgt werden.
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Trotz Vollverschattung zwischen Dezember und Februar belegte die PV-Anlage der Kirnitzschtalbahn Bad Schandau im Meß- und Dokumentationsprogramm (1994-96) des damaligen BMFT Platz 1 im Energieertrag (durchschnittliche Performance Ratio: 74%).
Auch wenn die PV Anlage seit Inkrafttreten des EEG im Jahr 2000 als Volleinspeiser arbeitet, werden ca. 30% des jährlichen Energiebedarfs der Kirnitzschtalbahn umweltfreundlich und emissionsfrei abgedeckt. Im Jahr 2007 wurden die 8 Stück 1994 montierten SMA-Wechselrichter PV-WR 5000 gegen 6 Stück SMA SMC 6000 A getauscht und damit der Wirkungsgrad der Anlage nochmals verbessert.